Mandanten-Mails fluten den Posteingang
70% der Mandanten-Mails sind Standardfragen ("Was muss ich für die Steuer-VZ einreichen?", "Wann ist die nächste Frist?"). Berater verbringen 2-3 Stunden pro Tag mit Antwort-Mails.
KI für Kanzleien
In Steuer- und Rechtskanzleien geht ein erheblicher Anteil der Tageszeit für wiederkehrende Mandanten-Fragen, Belegrückfragen und Mahnwesen drauf. KI nimmt die Standard-Last ab — die Berater:innen können sich auf das konzentrieren, wofür Mandanten sie wirklich brauchen.
Was wir tun
Steuerkanzleien und Rechtsanwaltskanzleien sind in einem schwierigen Spannungsfeld: hohe Mandantendichte (eine Steuerkanzlei betreut typischerweise 80-150 Mandanten pro Berater:in), regelmäßige Wiederholungsanfragen ("Wann ist die Frist für die Umsatzsteuer-Voranmeldung?"), und gleichzeitig Honorardruck durch Pauschalmandate. Jede Stunde, die für Standardfragen draufgeht, fehlt für mandantenspezifische Beratung.
Die größten Hebel: Mandanten-Chatbot, Belegerfassung, Mahnwesen, Mandanten-Reporting.
Mandanten-Chatbot: Wir bauen einen DSGVO-konformen Bot (Web-Widget oder WhatsApp Business), der typische Standardfragen direkt aus der Mandanten-Akte beantwortet — Status der laufenden Steuererklärung, anstehende Fristen, benötigte Unterlagen, Termin-Buchung. Komplexe Fragen (z.B. zur Umsatzsteuer-Optionierung) werden an die zuständige Beraterin weitergeleitet, mit Vor-Klassifizierung.
Belegerfassung: Mandanten schicken Belege per E-Mail oder WhatsApp. Bislang muss eine Mitarbeiterin jeden Beleg manuell erfassen — Kontierung, MwSt-Schlüssel, Ablagepfad. Mit KI-OCR und DATEV-Standardkontenrahmen läuft das in 80% der Fälle automatisch durch. Die Mitarbeiterin prüft nur noch die Edge-Cases.
Mahnwesen: Honorar-Mahnungen an Mandanten sind heikel — zu hart und der Mandant geht, zu lasch und Forderungen werden alt. Wir automatisieren den Workflow: Mahn-Stufe 1 nach 14 Tagen freundlich, Mahn-Stufe 2 nach 30 Tagen mit Hinweis auf Verzugszinsen, Mahn-Stufe 3 mit Anwaltsschreiben-Vorschlag. Die Beraterin behält die finale Freigabe.
Mandanten-Reporting: Statt monatlich BWA-PDFs hin und her zu mailen, bekommt jeder Mandant ein eigenes Dashboard — mit Liquidität, GuV-Verlauf, anstehenden Terminen. Bei Auffälligkeiten (z.B. Liquiditätsabfall) bekommt die Beraterin proaktiv eine Push-Nachricht. Das wird zum Differenzierungsmerkmal gegen Wettbewerber.
Setup: 6-10 Wochen, je nach Tiefe. Pilot mit 10 Mandanten, dann Ausweitung. Setup ab 7.500 €, Monatspauschale ab 480 €.
Engstellen
Was wir in praktisch jedem Erstgespräch in dieser Branche hören. Die Probleme, die KI-Automatisierung am direktesten löst.
70% der Mandanten-Mails sind Standardfragen ("Was muss ich für die Steuer-VZ einreichen?", "Wann ist die nächste Frist?"). Berater verbringen 2-3 Stunden pro Tag mit Antwort-Mails.
Jeder Beleg wird manuell kontiert, in DATEV gepflegt, in der Mandanten-Akte abgelegt. Eine Sachbearbeiterin schafft 30-50 Belege/Stunde — bei 50 Mandanten endlos.
Honorar-Rechnungen ohne klares Mahn-System bleiben offen. Forderungen >90 Tage = Liquiditäts-Risiko. Niemand will der Bad-Cop sein, also bleibt es liegen.
Monatlich BWA als PDF per E-Mail — der Mandant öffnet es nicht, ruft dann doch an mit Fragen, die das PDF beantwortet hätte.
Anwendungsfälle
Vier Workflows, die wir in Steuer- & Rechtsberatung-Betrieben in der Praxis betreut haben — mit dem typischen Ausgangsproblem, der Lösung und dem messbaren Outcome.
Steuerkanzlei mit 120 Mandanten, 4 Berater:innen. Pro Tag ca. 40-50 Mandanten-Mails — davon 70% Standardfragen.
WhatsApp-Bot oder Web-Chatbot mit Anbindung an DATEV-Mandantenstamm. Beantwortet Status-Fragen, Fristen, Unterlagenlisten. Eskaliert komplexe Fragen mit Vor-Klassifizierung.
Mehr als die Hälfte der Standardfragen automatisiert. Berater:innen haben zusätzliche Stunde pro Tag für mandantenspezifische Arbeit.
Mandanten schicken Belege per E-Mail (PDF, Foto, Excel). Sachbearbeiter:innen erfassen manuell — 4-6 Stunden pro Tag pro Mitarbeiterin.
Beleg-Postfach (E-Mail-Adresse pro Mandant). Eingehende Belege werden OCR-gelesen, Buchungssatz wird vorgeschlagen, in DATEV-Belegerfassung importiert. Mitarbeiterin prüft.
Großer Anteil der Belege geht ohne manuelle Eingabe durch. Sachbearbeiterin-Stunden für Standard-Belege drastisch reduziert.
Honorar-Forderungen >60 Tage: 18% des Forderungsbestands. Mahnwesen wird "wenn Zeit ist" gemacht.
n8n-Workflow: Tag 14 freundliche Erinnerung, Tag 30 erste Mahnung mit Verzugszinsen, Tag 45 zweite Mahnung mit gerichtlichem Mahnverfahren-Hinweis. Beraterin gibt jede Stufe individuell frei.
Forderungen >60 Tage deutlich reduziert. Liquidität verbessert. Berater:innen müssen sich nicht mehr selbst um Mahnungen kümmern.
BWA-PDFs werden monatlich rausgemailt, kaum gelesen. Mandanten rufen mit Fragen an, die das PDF beantwortet hätte.
Pro Mandant ein eigenes Web-Dashboard (passwortgeschützt) mit Liquidität, GuV-Verlauf, anstehenden Terminen, KPIs. Bei Auffälligkeiten Push-Mail an Mandant + Berater:in.
Mandanten-Bindung steigt. Mandanten werden proaktiv informiert statt reaktiv zu fragen. Klares Differenzierungs-Argument im Akquise-Gespräch.
Empfohlene Lösungen
Die drei Bausteine, mit denen wir in dieser Branche typischerweise starten — in der Reihenfolge, in der sie den schnellsten ROI bringen.
FAQ
Alles, was Kunden vor der Entscheidung wissen wollen.
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DATEV ist unser Standard-Anbindungspartner: DATEV Unternehmen-online, DATEV Mandanten-Cockpit, DATEV-Schnittstellen für Belegerfassung. Lexware, Addison, Stotax, Sage gehen ebenfalls. Wo APIs fehlen, machen wir Datei-basierte Übergabe.
Sehr ernst zu nehmen. Wir setzen ausschließlich auf Hosting in Deutschland (Frankfurt), AVV nach Art. 28 DSGVO, Self-Hosted-LLMs für sensible Inhalte. Mandanten-Daten verlassen nie Ihre Infrastruktur. Beim Erstgespräch zeigen wir Ihnen die genaue Daten-Architektur.
Der Bot beantwortet keine steuerrechtlichen Beratungsfragen — nur Standardinfos aus der Mandanten-Akte (Status, Termine, Unterlagen). Bei Beratungsfragen wird grundsätzlich an die zuständige Beraterin eskaliert. Es gibt keine "automatische Steuerberatung" durch unseren Bot.
In der Praxis hohe Trefferquote bei Standard-Rechnungen, etwas weniger bei handgeschriebenen Belegen oder schlechten Fotos. Edge-Cases werden sauber an die Sachbearbeiterin eskaliert mit "Bitte prüfen". Falsche Buchungen werden nicht automatisch durchgelassen.
Setup ab 7.500 €, Monatspauschale ab 480 € (für eine Kanzlei mit 50-150 Mandanten). Bei größeren Kanzleien (>200 Mandanten) lohnt sich Volumen-Tarif.
Wir betreiben das System für Sie (Managed Service). Bei Ausfall greift der manuelle Prozess weiter — Mandantenbetreuung läuft nicht auf KI-Abhängigkeit. Wir haben Monitoring + 24h-Reaktion.
Ja, opt-in. Mandanten, die explizit nicht über Bot kommunizieren wollen, gehen den klassischen Weg per Mail oder Telefon. Der Bot ersetzt nicht den menschlichen Kontakt — er filtert die Standardlast.
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